Warnung - RadioaktivitätTschernobyl-HeadlineWarnung - Radioaktivität

Chronik einer technischen und menschlichen Katastrophe

Nicht belegt !Index2. Kurzer Abriss über die Geschichte der sowjetischen Atomenergie

"Und der dritte Engel posaunte: und es fiel ein großer Stern vom Himmel, der brannte wie eine Fackel und fiel auf das dritte Teil der Wasserströme und über die Wasserbrunnen. Und der Name des Sterns heißt Wermut. Und das dritte Teil der Wasser ward Wermut; und viele Menschen starben von den Wassern, weil sie waren so bitter geworden"
Offenbarung des Johannes 8,10,111


"Tschernobylnik (Beifuß) : Pflanze, Unterart des Wermuts mit rötlichbraunen oder violettbraunen Stengeln
S. I. Oshegov, Wörterbuch der russischen Sprache"2

  1. Einleitung

"Wenn ich über die Lehren der Tschernobyler Tragödie nachdenke, so denke ich vor allem an jene hunderttausend Menschen, deren Schicksal von der nuklearen Katastrophe am 26. April 1986 betroffen wurde. Ich denke an die zahlreichen Opfer, deren Namen wir kennen, und an die Hunderte von Ungeborenen, die nie das Licht der Welt erblickt haben, deren Namen wir nie erfahren werden, weil ihre am 26. Und 27. April in Pripjat bestrahlten Mütter die Schwangerschaft abbrachen. Wir haben die Pflicht, uns an den hohen Preis zu erinnern, der für Jahrzehnte nuklearen Leichtsinns und verbrecherischer Selbstbeschwichtigung gezahlt wurde"
Grigori Medwedew3

Bei der Katastrophe im Atomkraftwerk Tschernobyl am 26. April 1986 (1 Uhr 24 Minuten) handelt es sich um den bisher schlimmsten atomaren Unfall in der Menschheitsgeschichte. Ziel dieses Aufsatzes ist es, anhand der verfügbaren Fachliteratur den Unfall, seine Ursachen und seine Konsequenzen stichwortartig darzustellen. Dies kann hier nur in einem begrenzten Rahmen geschehen. Es soll versucht werden, wesentliche Entwicklungen in überschaubarem Rahmen aufzuzeigen und zur weiteren Lektüre anzuregen. Hauptsächlich stütze ich mich auf folgende Werke:

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  1. Grigori Medwedew: Verbrannte Seelen. – München : Hanser-Verlag, 1991
  2. Zhores Medwedjew: Das Vermächtnis von Tschernobyl. Münster: Daedalus-Verlag, 1991
  3. Zhores Medwedjew: Der Generalsekretär Michail Gorbatschow : eine politische Biographie. – Aktualis. Neuausg. – Darmstadt ; Neuwied : Luchterhand, 1987. Kapitel: Tschernobyl und Reykjavik, S. 293-304
  4. Stscherbak, Juri: Tschernobyl : Dokumentarische Erzählung. Berlin : Aufbau-Verlag, 1991
  5. Der Tschernobyl-Schock: zehn Jahre nach dem Super-Gau / hrsg. von Karl-Heinz Karisch /Joachim Wille. – Frankfurt am Main : S. Fischer Verlag, 1996. Hier stützte ich mich insbesondere auf die Aufsätze: Karl-Heinz Karisch: "Da muß sich Furchtbares ereignet haben" : Protokoll der Atomkatastrophe von Tschernobyl, S. 11-38 sowie – ebenfalls von Karl-Heinz Karisch: Krümelige Masse, ebd., S. 41-47. Außerdem auf die beiden Aufsätze: Karl Grobe-Hagel: "Radioaktiv brodelnde Pfütze: Der sowjetische Atomstaat", ebd., S. 101-119 sowie – ansatzweise – auf: Gemma Pörzgen: Radiophobie und offiziell nur 31 Tote: ökologische und medizinische Folgen von Tschernobyl"" S. 53-62
  6. Koepp, Reinhold / Koepp-Schwyrina, Tatjana: Tschernobyl : Katastrophe und Langzeitfolgen. Stuttgart : Teubner ; Zürich : vdf. Hochschulverl. an der ETH, 1996. (Einblicke in die Wissenschaft : ökologie)
  7. Jaroshinskaja, Alla: Verschlußsache Tschernobyl. – Berlin : Basis-Verlag, 1994
  8. Brüggemeier, Franz-Josef: Tschernobyl, 26. April 1986 : Die ökologische Herausforderung. – München : Deutscher Taschenbuch Verl., 1998. – (20 Tage im 20. Jahrhundert)
  9. Hedtstück, Michael: Tschernobyl : Der Unfallhergang. Unveröff. Manuskript 2000, 3 S.
  10. Alexijewitsch, Swetlana: Tschernobyl: Eine Chronik der Zukunft. – Berlin : Berlin-Verl., 1998

Weitere Werke, insbesondere solche, die nur zum Nachschlagen bestimmter Aspekte benutzt wurden und mit dem Themenkreis Tschernobyl nichts zu tun haben, sind in den Fußnoten angegeben. Zur weiteren Lektüre seien empfohlen die Materialien des Freundeskreis Kostjukovitschi, e. V. Dietzenbach. Hier insbesondere der Aufsatz von W. B: Nesterenko: Der gefährliche Grad der Akkumulation von Cäsium-137-Radionuklide im Körper der Kinder der Tschernobyl-Zone von Belarus und Notwendigkeit des Strahlenschutzes der Kinder.

Die Transkription der Namen wurde im Interesse der Lesbarkeit dieser Arbeit vereinheitlicht. Es gilt die russische, nicht die ukrainische Namensform. Ich habe aus Zitaten dann auch diese Form und nicht die im jeweiligen Zitat benutzte Schreibweise verwendet. Um jedoch auch in den Fußnoten die Unterscheidung zwischen Grigori Medwedew und Zhores Medwedjew (so die Schreibweise der jeweiligen Verlage) zu erleichtern, bin ich in diesem Fall bei der von den Verlagen gewählten Form geblieben.

Nicht belegt !Index2. Kurzer Abriss über die Geschichte der sowjetischen Atomenergie

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